Ploimer Rathaus beschädigt

Auto fährt in Pflaumheimer Rathaus

Hoher Schaden an dem historischen Gebäude

 

 

Das über 450 Jahre alte historische Pflaumheimer Rathaus ist bei einem Verkehrsunfall am Freitag dem 27.03 gegen 17:00 Uhr schwer beschädigt worden. Ein Auto ist mit voller Wucht aus Richtung Großostheim kommend, gegen das denkmalgeschützte Gebäude geprallt. Durch den Aufprall ist ein Teil der Außenmauer eingestürzt. Die einheimische Feuerwehr stabilisierte das Gebäude provisorisch mit schweren Stützen, so dass zu mindestens keine weiteren Einstürze zu befürchten sind.

Das Rathaus stammt aus dem Jahre 1548 und gilt als das älteste im Landkreis Aschaffenburg. In den Jahrhunderten seines Bestehens war es zuletzt etwas heruntergekommen und wäre in den 1960er Jahren fast abgerissen worden. Man entschied sich „Gott sei Dank“ für die Erhaltung und eine aufwendige Sanierung machte das Gebäude zu einem Schmuckstück im Zentrum des Ortskerns. Erst vor kurzem wurde der Außenputz am Erdgeschoß  erneuert und die Sandsteingewände saniert. 

Schon alleine der einmalige Standort des Rathauses mitten auf der Straße sei es wert das Haus zu erhalten, war damals die Meinung des Landesamtes für Denkmalpflege und die Behörde unterstützte zusammen mit engagierten Pflaumheimer Bürgerinnen und Bürgern die Erhaltung  des Gebäudes. Damit genügend Platz für den heutigen Durchgangsverkehr, mit über 15.000 Fahrzeugen am Tag, ist, musste das gegenüberliegende Gebäude vom Gasthaus "Zum Ochsen" beseitigt werden. Dort befindet sich jetzt der "Ludwig Löffler" Platz.

 

Herbert Rachor

Bild: Arthur Schnatz

 

 

 

4. Ploimer Wirtshaussingen

Volles Rohr beim Hock

 

Der Geschichtsverein Pflaumheim hatte auch in diesen Jahr wieder zu seinem, jetzt schon „traditionellen“, Wirtshaussingen eingeladen.

 

Im vollbesetzten Landgasthof Hock war auch dieser Abend wieder ein voller Erfolg. Über 130 Wirtshaussänger nicht nur aus „Ploume“, sondern auch aus Orten im näheren und weiteren Umkreis und  auch aus dem hessischen waren gekommen, um in fröhlicher Runde Musikalische Unterhaltung zu genießen und auch selbst mitzuwirken.

Ein Abwechslungsreiches Programm bot für jeden Geschmack etwas. Von altbekannten Liedern aus dem Vereinsliederheft (mit seinen 33 Texten und einigen Sonderseiten) bis hin zu fetzigen Solobeiträgen, die „kampferprobte“ Musiker mit ihren Stimmen und Instrumenten zum Besten gaben.

Die vereinseigene, gut ausgestattete Musiktechnik mit Mikrofonen, Headsets, Mischpult und Lautsprechern trug zum reibungskosen Ablauf des Abends entscheidend bei.

So wurde mit mitgebrachten Instrumenten, wie 7 Gitarren, 4 Akkordeons, je einer Karinette und Zither, Musik vom Feinsten geboten. Von alpenländischen Weisen über Wirtshaus -, Stimmungs - und Seemannslieder bis hin zu Westernsongs, wohlbekannten alten Schlagern und gekonnten Parodien - zum Beispiel auf Udo Jürgens und Reinhard May - zum Besten gegeben.

 

Die Gebrüder Peter und Horst Klement aus Sulzbach

Aufgelockert wurden die Einzelvorträge der 13 gemeldeten Akteure/innen (die hier einzeln aufzuführen den Rahmen dieses Berichts gesprengt hätte) durch lustige Sketche und gemeinsam gesungene Lieder unter tatkräftiger Mitwirkung der Post - Stammtischsänger. Vorträge im Rock `n Roll Stil waren auch dabei, wie z.B die rockige Version des alten Kinderlieds „Backe, backe Kuchen“ die  sehr gut ankam.

 

Thea und Günter Frühwein (Klarinette) mit Hans Sterkel (Gitarre)

Nach 5 Stunden ging dieser unterhaltsame Abend mit den Liedern „Ein schöner Tag“ und „Gute Nacht Freunde“ zu Ende. Der Termin für das nächste, dann das 5. Wirtshaussingen des Geschichtsvereins Pflaumheim, ist auf Samstag, dem 07. November 2015 um 16:00 Uhr festgelegt, Ort ist wieder der „Landgasthof Hock“ in Pflaumheim. Eingeladen sind alle sangesfreudigen Menschen, jung und alt, aus nah und fern, die in froher und gemütlicher Runde alte und neue Lieder hören und singen möchten. Ende: ist offen !!

Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden und an die Verantwortlichen für die Organisation und Durchführung dieses Abends !!

Text: Peter Locker, Bilder: Erich Meyer

Bearbeitet von Herbert Rachor

 

 

Volles Haus bei der Buchvorstellung

Zeitzeuge sprach spontan zu den Gästen

 

Am Freitag dem 14.112014 stellte der Geschichtsverein Pflaumheim unter sei­nem Vorsitzenden Robert Hock das neue Buch "Ploimer Zeitgeschichten - Spuren der Vergangenheit" vor. Aus besonderem Anlass gedachte man am Anfang der Buchvorstellung des verstorbenen Mitglieds Gertrud Herzog, da für sie zur gleichen Zeit in der Luzia-Kirche der Rosenkranz gebetet wurde. Robert Hock begrüß­te sehr herzlich alle anwesenden Gä­ste, Ehrenmitglieder und einige Zeit­zeugen im Haus der Vereine. Er freute sich besonders, dass so viele den Weg dorthin gefunden haben. Er bedankte sich bei Suitbert Kroth, dass er sein Wissen um das Ortsge­schehen und die authentischen Be­richte der letzten Zeitzeugen festge­halten hat. damit so ein interessantes und umfangreiches Werk entstehen konnte. Viele weitere Manuskripte schlummern noch bei Suitbert Kroth, so dass noch weitere Bücher entstehen könn­ten. Robert Hock wies auch darauf hin, dass der Geschichtsverein noch Platz hat, um weitere Geschich­ten und Bilder zu archivieren, die zu diesem Thema passen.

 

 

Auf dem Bild von links nach rechts: Ehrenvorsitzender Lothar Rollmann,

Buchautor Suitbert Kroth und Vorsitzender Robert Hock bei der Buchvorstellung.

 

Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch die Gitarrensolistin Lisa Baumstark aus Großostheim. Ehrenvorsitzender Lothar Rollmann schilderte zu den einzelnen Kapiteln des Buches selbst Erlebtes und was noch in Erinnerung geblie­ben ist. Er war begeistert von Informationen, die er selbst nicht wusste und lobte das umfangreiche Werk. Anschließend gab Autor Suitbert Kroth einen skizzenhaften Überblick zum Buchinhalt und las ein­zelne Passagen aus seinem Werk vor. Er berichtete, wie er bei einem Stadtrundgang in Sarajevo auf den Platz des Attentates von 1914 stieß, das dem öster­reichischen Thronfolger Franz Ferdinand und seiner Gattin Sophia galt. Das Verbrechen ließ ihn seitdem nicht mehr ganz los und daraus entwickelte sich das Buch mit dem bekannten Titel. Suitbert Kroth er­zählte auch, dass kurz vor der Buchveröffentlichung zwei 17-jährige Mädchen zu ihm kamen und darum baten, mit ihnen über die Kriegszeiten zu sprechen. Eine ihrer Fragen war den jungen Mädchen beson­ders wichtig: "Musstest du im Krieg auch schon als Kind Angst ausstehen?" Um diese Frage zu beantworten hatte sich der Autor einen besonderen Ausschnitt aus seinem Buch mit dem Titel "Fliegeralarm" herausgesucht. (Passt auch zum Titelbild) Es war die Geschichte, die er selbst als Junge im Herbst 1943/44 im elterlichen Luftschutzkeller erlebt hatte, als am Ortsrand am Ringheimer Mühlgraben eine schwere Luftmine mit zahlreichen Brandbomben abgeworfen worden war. Genau diese Geschichte las er auch bei der Buchpräsentation vor und plötzlich traten bei ihm und manchen Zuhörern intensive Erinnerungen und Gefühle wieder ganz deutlich zutage. Nach seinem Vortrag traute sich auch ein Zeitzeuge von damals zu erzählen, als die Amis nach Kriegsen­de in einem endlosen Konvoi durch Pflaumheim fuh­ren und durch einen Trick der "Ploimer Boys" am Rathauseck in die falsche Richtung gelotst wurden. Robert Hock bedankte sich für die Erzählungen so­wie bei Suitbert und Marianne Kroth für ihre Arbeit mit einem kleinen Präsent.

 

Viele Gäste konnte der Geschichtsverein Pflaumheim im Haus der Vereine begrüßen

 

Nach dem offiziellen Teil lud der Geschichtsverein, noch gemeinsam bei einem kleinen Umtrunk und Gebäck sich weiter zu vertie­fen. An diesem Abend konnte das Buch auch käuf­lich erworben werden. Wer das Buch "Ploimer Zeit­geschichten - Spuren der Vergangenheit" kaufen möchte, kann dies in der Bücherei Pflaumheim zu den bekannten Öffnungszeiten oder im Backes in Pflaumheim, Rathausstraße tun.

 

Text: CR, Bilder: Erich Mayer

Bearbeitet von Herbert Rachor

 
 

4. Ploimer Wirtshaussingen am Samstag, dem 22. November.

„Nunens um vier, beim Hock in Ploume“

 

„Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder“.

Dieses Zitat aus einem Gedicht von Johann Gottfried Seume (1763 – 1810) ist weithin bekannt und später als Lied in Volksweise auch vertont worden. Dieses Zitat überschreibt auch das diesjährige Wirtshaussingen am 22. November im Landgasthof Hock, ab 16 Uhr, das der Geschichtsverein Pflaumheim e.V. nun zum vierten Mal veranstaltet.

 



Wir singen gemeinsam alte Volkslieder und hoffen auch, dass sich wiederum einige Instrumentalisten einfinden und (auf Neudeutsch) den „Event“ musikalisch bereichern. Auch Solisten haben freien Auftritt und sind willkommen, wobei es keine Mitgliedschaft im Geschichtsverein sein oder geben muss.

 


 

Den Älteren ist noch bekannt, dass es vor Jahrzehnten Ploimer waren, die sich immer in Wirtshäusern zum Singen getroffen haben. Wir denken hier an das „Bättsche“ (Schneidermeister Albert Rachor) den Demuth‘s Fritz und den Schmiedsjokobs Willi (Willi Hock, neben dem Rathaus). Aber auch viele andere, auch aus der nächsten Sänger-Generation, müsste man im gleichen Atemzug nennen.

 

Also, den Termin: 22. November 2014 notieren und ab 16 Uhr im Landgasthof Hock mit dabei sein! 

 
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