Große Trauer um Pfarrer Leo Giegerich

 

Leo Giegerich wird am 26. März 1973 Pfarrer von Pflaumheim und am 5. August 1973 eingeführt. Er ist am 24. Oktober 1927 in Großwallstadt geboren und wird am 19. Juli 1953 in Würzburg zum Priester geweiht.

Pfarrer Giegerich tritt das schwere Erbe seines Vorgängers an, der mit dem Bau des Ambrosiushauses eine gewaltige Schuldenlast hinterlässt. Der damals 46-Jährige nimmt die Herausforderung an und baut mit enormer Tatkraft „und Mithilfe der Pflaumheimer“ wie er selbst sagt, den Schuldenberg – man spricht von 600 000 Mark – ab. Pfarrer Giegerich lässt den Altarraum in der Luzia-Kirche wieder seinem ursprünglichen Aussehen anpassen.

Bevor er 1987 im Alter von fast 60 Jahren noch einmal seinen Aufgabenbereich wechselte und die kleinere Pfarrgemeinde Weilbach  übernimmt, ist unter seiner Ägide die Erweiterung der Pflaumheimer Klais-Orgel um ein Schwellwerk sowohl in der technischen Ausstattung als auch in der Finanzierung gesichert.

Pfarrer Giegerich verfasst zudem eine Reihe von kleinen Schriften über die Pfarrei- und Kirchengeschichte, die er bescheiden als „Geschenkbüchlein“ für Altersjubilare bezeichnet. Sie sind vielmehr bedeutende Quellen über die Geschichte der Pfarrei und deren Vorgeschichte als Filiale von St. Peter und Paul Großostheim. Sehr ausdrücklich beschreibt er „das Ringen“ um den Bau der heutigen Pflaumheimer Kirche.

In der Zeit als Pfarrer „im Ruhestand“ ab 1997, lässt er sich im Caritas-Seniorenheim in Großostheim nieder und betreut als Seelsorger das Haus „ST. Franziskus“ und hilft überall dort aus, wo Priester fehlen.

Nun verstarb der beliebte Priester einen Tag nach seinem 95. Geburtstag am 25.10.2022 und wurde in seinem Heimatort Großwallstadt am 29. Oktober unter großer Anteilnahme der Bevölkerung die auch aus dem Weiten Umkreis kam, beigesetzt.

 

 

Studiendirektor Ludwig Heilmann und Pater Ernst Helfrich

bei der Einführung von Leo Giegerich (von Links)

 

Text: Lothar Rollmann und Herbert Rachor

Bilder: Archiv Geschichtsverein

 

Copyright Geschichtsverein Pflaumheim 2022

 

 
Copyright © 2009 by Geschichtsverein Pflaumheim